Bad und Heizung: Neu

Die Stadt Trier macht ihre Wohnungen fit für die Zukunft


Stilvoll steht es da, das Haus aus den 1920er-Jahren. Beige Fassade, dunkelgrüne Fensterläden – freundlich und einladend. Drinnen: Helle Wohnungen mit Holzboden, die Bäder neu gefliest, das Treppenhaus gepflegt. Doch das war nicht immer so. Noch vor kurzer Zeit mutete dasselbe Haus an wie ein Relikt aus vergangenen Jahrzehnten: Nur zwei der acht Wohnungen hatten ein vollständiges Bad, man heizte mit Kohle und Holz, hatte nur einen Ofen pro Wohnung.

Kein tragbarer Zustand, befand dann auch die Stadt Trier, der das Gebäude gehört – und beschloss eine grundlegende Sanierung. Während der Bauzeit konnten die Mieterinnen und Mieter in andere städtische Wohnungen ziehen. Im Inneren des denkmalgeschützten Hauses wurden Wände versetzt, die Grundrisse der 46 bis 89 Quadratmeter großen Wohnungen leicht verändert. „Das war notwendig, damit wir funktionierende Bäder installieren konnten“, erklärt Gabi Schmitt vom Amt für Soziales und Wohnen bei der Stadt Trier. Das Mansardendach wurde vollständig saniert und mit Schiefer eingedeckt, alle Fenster erneuert, die Fassade gestrichen. Auch die Elektrik und die Heizungsanlage wurden auf aktuellen Standard gebracht, jedes Zimmer bekam einen eigenen Heizkörper.

Die Mieter waren begeistert. 

Gabi Schmitt
Amt für Soziales und Wohnen bei der Stadt Trier

Als die Mieterinnen und Mieter erstmals das sanierte Haus betreten durften, „waren sie begeistert“, weiß Gabi Schmitt. Möglich wurde die Sanierung durch das ISB-Modernisierungsprogramm für Mietwohnungen. Damit unterstützt die ISB Projekte von Privatpersonen, Gesellschaften und Kommunen, die beispielsweise energiesparende Maßnahmen umsetzen, den Gebrauchswert deutlich erhöhen oder barrierefrei umbauen. Voraussetzung für die Zusage der zinsgünstigen Darlehen ist, dass nur Mieterinnen und Mieter mit Wohnberechtigungsschein einziehen, die Miete darf vorgegebene Grenzen nicht überschreiten. Die sanierten Wohnungen in Trier kosten jetzt 5,30 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter, vorher waren es 4,00 Euro. „Die Miete ist zwar jetzt höher, aber durch die neue Heizung und die Fenster können künftig Nebenkosten gespart werden“, erläutert Gabi Schmitt.

Die Modernisierung des Hauses mit den grünen Fensterläden war im Übrigen erst der Anfang für die Stadt Trier: In naher Zukunft bekommen fünf Nachbargebäude mit insgesamt 60 Wohnungen eine Rundum-Erneuerung, ebenso mehrere weitere sanierungsbedürftige Gebäude. Und auch dabei wird die ISB die Stadt Trier unterstützen – unter der Voraussetzung, dass die Mieten bezahlbar bleiben – auch für Menschen, die mit wenig Geld leben müssen. |