Hausbau im Zeitraffer

Morgens lag gerade mal die Bodenplatte, abends stand das Haus – zumindest im Rohbau. Familie Stamm aus der Nähe von Koblenz über die Tücken von Wetterberichten, finanzielle Überraschungen und Glückwünsche bei Facebook.


„Das war wie im Kino! Wir haben in unseren Liegestühlen gesessen und zugeschaut – es war wirklich spannend.“ Wenn Patric Stamm von dem Tag Mitte Oktober erzählt, merkt man ihm Freude und Anspannung immer noch an. Gemeinsam mit seiner Frau Annabell und dem kleinen Sohn hatte er den ganzen Tag auf dem Nachbargrundstück gesessen und zugesehen, wie das neue Familienhaus aufgestellt wurde, Wand für Wand. Am Abend war nicht nur eine Menge Arbeit geschafft, sondern er auch: „Das war richtig anstrengend, obwohl wir nur zugeguckt haben – aber wir waren emotional so angespannt, dass wir danach nur noch ins Bett gefallen sind.“

Doch auch wenn der erste Aufbau-Tag wie im Flug verging: Bis die Stamms mit ihrem Hausbau überhaupt beginnen konnten, brauchten sie viel Geduld. Drei Jahre lang hatte das Paar nach einem Grundstück gesucht. Bendorf bei Koblenz sollte es sein, eine 17.000-Einwohner-Stadt, Heimatort von Patric Stamm. „Hier wohnen unsere Freunde, hier sind wir in Vereinen aktiv.“ Doch trotz bester Kontakte zog sich die Suche in die Länge. Irgendwann war es so weit, der Kaufvertrag über 670 Quadratmeter wurde unterschrieben. „Mehr als wir eigentlich wollten, aber Preis und Lage waren gut.“

Dann die Frage: Was genau wollen wir eigentlich? „Wir haben viele Stunden im Musterhaus-Dorf in Mülheim-Kärlich verbracht, uns verschiedenste Häuser angesehen“, erzählt Annabell Stamm. Die Entscheidung fiel schließlich auf ein Stadthaus eines Anbieters aus dem Hunsrück. „Das war auch deshalb gut, weil unser Berater Herr Eckes die ISB kannte und sie uns empfohlen hat, von allein wären wir gar nicht darauf gekommen.“ Der Tipp sei Gold wert gewesen, so Patric Stamm: „So sind wir erstens unerwartet an ein günstiges Darlehen gekommen, und zweitens haben es die anderen Banken sehr begrüßt, dass die ISB in den zweiten Rang getreten ist. Damit war unsere Verhandlungsposition dort einfach besser.“ Ein weiterer Vorteil: Aufgrund des gewährten Tilgungszuschusses ist das Darlehen nicht in voller Höhe zurückzuzahlen.

Das war auch deshalb gut, weil unser Berater Herr Eckes die ISB kannte und sie uns empfohlen hat, von allein wären wir gar nicht darauf gekommen. 

Familie Stamm

Während die Wände in Holzständer-Bauweise gefertigt wurden, bereiteten die Stamms ihr Grundstück vor – früher war hier Bimsstein abgebaut worden, deshalb gab es zwei Ebenen, die durch eine Stützmauer befestigt werden mussten. Als der Aufbau-Termin im Oktober schließlich näherrückte, stieg auch die Anspannung: „Wir haben natürlich gezittert: Wird das Wetter an den Tagen mitspielen, an denen das Haus aufgestellt wird? Noch nie haben wir so akribisch den Wetterbericht verfolgt, außer bei der Hochzeit vielleicht.“ Einige Tage vorher wurde noch Regen angekündigt – das hätte im schlimmsten Fall bedeutet, dass die Holzteile aufwändig hätten getrocknet werden müssen. „Dann aber hatten wir doch bestes Wetter. Genau richtig, um den Aufbau im Liegestuhl vom Grundstück des Nachbarn aus zu verfolgen.“ 

Seit der Rohbau steht, ist es allerdings vorbei mit der Entspannung. Den Innenausbau übernehmen die Stamms größtenteils selbst, Boden und Wände, Sanitär und Dämmung. Dabei bekommen sie viel Unterstützung von Freunden – auch virtuell: Über eine eigens angelegte Facebook-Seite teilt die Familie jeden Fortschritt beim Bau des Familienhauses mit Freunden und Interessierten. Und so sind immer alle dabei: mit guten Ratschlägen, neuen Ideen und ganz vielen Glückwünschen. |