Die Möglich­macher

Unser Team für „Landes- und ISB-Bürgschaften“ stellt sich vor.


In ihrem Büro ist Sibylle Schwalie momentan nicht häufig anzutreffen. Im Auftrag der ISB bereist die Diplom-Finanzwirtin Rheinland- Pfalz, vom Westerwald bis zur Südlichen Weinstraße und wieder zurück nach Mainz. Sie ist unterwegs, „um einem tollen Produkt ein Gesicht zu geben“. ISB-Bürgschaften sind ihr Spezialgebiet und über deren Potenzial informiert sie Banken und Kammern vor Ort.

Die ISB- und Landesbürgschaften sorgen dafür, dass betriebswirtschaftliche Vorhaben von Unternehmen im Land nicht scheitern, weil eine finanzielle Sicherheitslücke besteht. „Unsere Aufgabe als ISB ist es, dafür zu sorgen, dass keine gute unternehmerische Idee untergeht“, sagt Sibylle Schwalie.

Es sind zumeist die rheinland-pfälzischen Banken und Sparkassen, die gemeinsam mit einem Kunden oder einer Kundin den Kontakt zu ihr und ihrem Team suchen. Sie und ihre drei Kollegen bearbeiten den Bereich „Landes- und ISB-Bürgschaften“, den die 43-Jährige leitet.

Die Bürgschaften sind zugeschnitten auf Unternehmer, Handwerksbetriebe, Existenzgründer und Angehörige der freien Berufe, die Kredite für Investitionen oder Betriebsmittel benötigen, jedoch keine ausreichende Sicherheit zur Verfügung stellen können. Die Branchen seien dabei sehr gemischt, so Schwalie. „Wir haben jedoch mehr und mehr Anfragen von Existenzgründern und Unternehmern oder Handwerkern, die einen bestehenden Betrieb übernehmen und weiterführen möchten.“

Ein Thema, das dem Team sehr am Herzen liegt: Die ISB hat ein hohes Interesse daran, bestehende Betriebe auch bei einem Eigentümerwechsel am Markt zu halten und dadurch Arbeitsplätz  langfristig zu sichern. Gerade bei einer Übernahme fallen jedoch hohe Kosten an, wenn Firmenwerte ausbezahlt werden müssen.

Aber auch die notwendige Wachstumsinvestition in Maschinen und Gebäude stellt für manche Unternehmer oder Existenzgründer eine Hürde dar, die sie mithilfe der ISB-Bürgschaft sicher bewältigen können.

Wir sind Risikopartner für ein konkretes Geschäft. 

Sibylle Schwalie
Leiterin des Bereichs „Landes- und ISB-Bürgschaften"

 

„Wir verstehen uns dabei ganz bewusst als Partner des Kunden und auch der jeweiligen Sparkasse oder Bank, mit der wir an einem Strang ziehen“, so Schwalie. Gerade die Finanzinstitute würden es schätzen, dass die ISB mit ihren Produkten keine Konkurrenz, sondern eine sinnvolle Ergänzung darstellt, von deren Arbeit alle Seiten profitieren. „Risikopartner für ein konkretes Geschäft, nicht mehr, aber auch nicht weniger“, so definiert Sibylle Schwalie ihren Auftrag. Um diese eindeutige Haltung noch stärker zu vermitteln, sei sie auch derzeit so viel im Land unterwegs. „Wir sind in Bewegung, positionieren uns aktiv auf dem Markt und gehen natürlich in den Dialog vor Ort. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Hausbanken die Kunden auch in frühen Projektphasen zu begleiten. Bürgschaften sind nun mal kein Massengeschäft, sondern ein sehr individuell zugeschnittenes Produkt.“

Dabei erleichtert die effiziente Struktur der ISB die Entscheidungsfindung pro oder contra Bürgschaft: Im Rahmen der sehr intensiven Kreditprüfung gibt es keinen externen Bewilligungsausschuss. Die Kommunikation zwischen allen Beteiligten läuft also sehr direkt und sehr schnell. Dadurch erhalten Antragsteller und ihre Hausbanken frühzeitig ein grundsätzliches Signal, ob die Bürgschaft bewilligt wird oder nicht, und zeitnah ein verbindliches Angebot.

„Mit den Unternehmen, Handwerkern und Existenzgründern nicht nur in die Zukunft denken, sondern sie auch sicher gestalten, das ist eine unserer Hauptaufgaben“, sagt Sibylle Schwalie. „Wachstum bedeutet für mich stetig voranzukommen, immer besser zu werden in dem, was wir fürs Land und seinen Mittelstand leisten können. Qualitativ, nicht nur quantitativ!“ |